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aber in der Regel mehrere vorhanden sind. Es könnten auch mehrere Datenbanken einge-
setzt werden.
Anwendung
mit Oberfläche
und
Anwendungs-
logik
Datenbank
Bild 13.2 2-Schicht-Architektur
Der nächste Schritt war nun die Auslagerung der Anwendungslogik in einen Anwendungs-
Server. Die Anwendungsprogramme stellten somit nur noch eine Benutzeroberfl äche zur
Verfügung und wurden aus diesem Grund auch als „Thin Clients“ bezeichnet. Damit war es
möglich, Anpassungen an der Programmlogik vorzunehmen, ohne die So ware auf den PCs
aktualisieren zu müssen. Man spricht in diesem Fall von einer 3-Schicht-Architektur (s. Bild
13.3). Auch in diesem Fall können in jeder Schicht wieder mehrere Instanzen vorkommen,
wobei es in der Regel so ist, dass die Anzahl der Instanzen von links nach rechts deutlich
abnimmt. Es ist durchaus nicht unüblich, dass es viele Clients gibt, aber nur einen oder
zwei Anwendungs-Server und ein einziges Datenbanksystem.
Anwendung
mit Oberfläche
Anwendungs-
Server
Datenbank
Bild 13.3 3-Schicht-Architektur
Web-Browser dienen heute für viele Anwendungen als Benutzeroberfl äche. Man könnte
somit einen Web-Browser als universelles Programm für Benutzeroberfl ächen sehen. Aus
einer 3- wird damit eine 4-Schicht-Architektur (s. Bild 13.4). Dabei zeigt der Web-Browser
die Oberfl äche an; die Reaktion auf Benutzereingaben sowie die Erzeugung der folgenden
Web-Seite erfolgt auf dem Web-Server (im Falle von Java durch Servlets).
Web-Browser
Web-Server
Anwendungs-
Server
Datenbank
Bild 13.4 4-Schicht-Architektur
Java EE (Enterprise Edition) zielt auf ein solches Szenario ab und liefert eine Lösung für die
Java-Welt:
! Java EE beinhaltet die Basis zur Entwicklung von Servlets (s. vorhergehendes Kapitel),
mit der Web-Server um anwendungsspezifi schen Code erweitert werden können.
! Analog dazu dient EJB zur Entwicklung von anwendungsspezifi schem Code, der auf
einem Anwendungs-Server ausgeführt werden soll.
! Mit JPA (Java Persistence Architecture) stellt Java EE schließlich noch Unterstützung zum
Zugriff auf Datenbanken bereit.
Mit Hilfe des Servlet-Konzepts kann man webbasierte Anwendungen entwickeln, wobei man
sich bei der Programmierung auf die spezifi sche Anwendungslogik konzentrieren kann.
Wiederkehrende Aufgaben jeder webbasierten Anwendung wie zum Beispiel die Kommuni-
kation mit dem Web-Browser über das HTTP-Protokoll, das Session-Management und die
 
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