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chen weißen Sandstränden bis hin zu ockerfarbenen Felsenbuchten und
steilen Schieferklippen ist alles zu finden. Der Atlantik war und ist für Por-
tugal das Tor nach Amerika, Asien und Afrika. Dazwischen liegen das Azo-
renarchipel (neun Inseln) und Madeira (mit Porto Santo) als grüne Tupfer
im endlosen Blau. An der Westküste befinden sich gleich zwei geografisch
bedeutende Orte: Das Cabo da Roca nördlich von Lissabon markiert die
westlichste, das Kap São Vicente bei Sagres an der Westalgarve die süd-
westlichste Stelle Kontinentaleuropas. Dort steht auf 60 Meter hohen
wellenumtosten Klippen Europas lichtstärkster Leuchtturm. Das Kap ist
dem Heiligen Vinzenz (Schutzpatron von Lissabon) geweiht, weil laut Le-
gende dessen Gebeine nach seinem Märtyrertod hier in einem Boot be-
gleitet von zwei schwarzen Raben angeschwemmt worden sein sollen. In
der Antike und bei den Römern galt das benachbarte Felsplateau der Pon-
ta de Sagres als eine heilige Stätte. Promontorium Sacrum hieß dieses mys-
tische in den Atlantik ragende „Ende der Welt“.
Die Präsenz des Ozeans als Fenster zur Welt hat das kleine Land von
jeher geprägt, viel mehr als die östliche Grenze zum restlichen Europa,
denn Spanien wirkte über Jahrhunderte wie ein Bollwerk gegen die konti-
nentalen Nachbarn. Nicht umsonst basieren Portugals ruhmreichste Zei-
ten auf der Erkundung der Welt über das Wasser. Die Nähe zum Meer ist
nach wie vor der größte Trumpf des Landes, der Atlantik ist sowohl Trans-
portweg und Lebensgrundlage als auch wichtigste Touristenattraktion.
Die Verbindung aus Sonnenschein, mildem Klima und paradiesischen
Stränden lässt vor allem Südportugal zunehmend zum Fluchtort für regen-
müde Mittel- und Nordeuropäer werden.
„Regiões Portuguêsas“ - die Regionen im Kurzportrait
So klein das Land flächenmäßig ist, so vielfältig sind seine Naturräume
und deren Bewohner.
Der Norden mit den Regionen Minho und Trás-os-Montes ist grün und
feucht, Zentralportugal (As Beiras) birgt mit der Serra da Estrela ein (wenn
auch bescheidenes) Skigebiet und die höchste Bergkette des Festlandes
mit dem 1993 Meter hohen Torre. Den mit 2351 Metern höchsten Berg
Portugals, den Pico, findet man auf der gleichnamigen Azoreninsel. Süd-
portugal besteht aus den Regionen Terras do Sado, Alentejo und der Al-
garve, der bekanntesten Tourismusdestination des Landes. 119 Menschen
Das westlichste Ende Europas: Cabo da Roca
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