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Nachdem wir zurückgekehrt, folgte ich dem alten Dutot, um sein Haus und seine Familie
zu besuchen. Wir fanden in dieser Wohnung eine vortreffliche Aussicht in die Schlucht des
Delaware hinab, und nahmen nachher unseren Weg nach der gestern Abend durchreisten,
romantischen wilden Gegend.
Im Antoine Dutot Museum & Gallery komme ich mit zwei Männern ins Gespräch. Sie
erzählen von einem Gedenkstein für Dutot, der sich in der Nähe des Appalachian Trails
befindet. Kurze Zeit später stehen wir davor und lesen auf der Gedenktafel: „Near this spot
lies buried Antoine Dutot“.
Am 25. August früh verliessen wir Broadheads Haus. Die Stelle, die wir heute noch zu er-
reichen wünschten, trägt die Benennung des Pokono, und ist die höchste Höhe der ersten
Kette der Alleghanys.
Wir verlassen Delaware Water Gap über die Cherry Valley Road. Ich habe den Eindruck,
je ärmer die Leute desto größer die Autos. Massen von Autos stehen auf den Stellplätzen
der Gebrauchtwagenhändler, viele davon riesengroß - niemand will diese Benzinschlucker
mehr kaufen. Kein Wunder, die USA befinden sich in der schwierigsten wirtschaftlichen
Situation seit den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Straße von Stroudsburg
nach Tannersville führt durch die üblichen Gewerbegebiete und Einkaufszentren, die wahl-
los vor die Ortschaften gebaut worden sind. Der Durchschnittsamerikaner scheint es aber
gerade so zu lieben. Er fährt mit seinem Auto über eine Schnellstraße dorthin, bummelt
durch die Geschäfte, kauft ein, isst in einem Schnellimbiss preiswertes Fastfood, nimmt an
sinnlosen Verlosungen teil und fährt danach glücklich und zufrieden über die Schnellstraße
zurück in sein Heim. Die gesamte Strecke an der Route 611 bis in das Pokono Gebirge ist
fast vollständig mit Einkaufszentren, Häusern und Hotels zugebaut. Hier ist nichts mehr
von der Einsamkeit der Wälder geblieben, die Wied in seinem Reisebuch beschrieb:
Auf der Höhe angekommen, erblickt man vor sich den höchsten Kamm der Blue-Moun-
tains, dessen Höhe, wie schon bemerkt, Pokono genannt wird, wo dunkle Wälder unausge-
setzt die ganze Wildniss decken. Wenn man in dieser Wildniss beinahe die höchste Höhe
erreicht hat und sich umwendet, so bekommt man eine imposante Aussicht. Hohe Rücken
erheben sich in einem schmalen Thaleinschnitte hinter einander, alles ohne Unterbrechung
finster mit Wald bedeckt, rechts und links hohe Waldwände, die den Einschnitt begrenzen.
Wir erreichten nun bald die höchste Höhe des Pokono, oder der zweiten Kette der Blue-
Mountains, welche, wie gesagt, die östlichste der Alleghany-Gebirge bildet.
Die Blue Mountains sind heute ein Freizeitgebiet für Erholungssuchende, Wintersportler
und Wanderer, Mountainbiker und Wassersportler. In den Hügeln wimmelt es von Ferien-
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