Database Reference
In-Depth Information
Werden vor dem Ausführen des übergeordneten Jobs die Datenbanken nicht in den Ur-
sprungszustand zurückversetzt, können während der Ausführung Fehler auftreten. Insbe-
sondere können „Foreign-Key“-Fehler auftreten, die von der Datenbank ausgelöst werden,
wenn ein Fremdschlüssel eingefügt werden soll, der nicht als Primärschlüssel in der Daten-
bank vorhanden ist. Im vorgestellten Design werden diese nicht abgefangen, sondern nur
als Meldung in der Ausgabe im run -Reiter des Jobs ausgegeben. Als Folge ist es möglich,
dass nicht alle Tabellen mit Daten gefüllt werden, obwohl der Job fehlerfrei abgearbeitet
wird. Das vorliegende Design entsprechend zu optimieren, ist Gegenstand der Übungsauf-
gaben.
Nach der Ausführung dieses Jobs sind alle Daten aus den Quellen in das Ziel übernom-
men. Um den Integrationsprozess vollständig abzuschließen, sollten noch Festlegungen
getroffen werden, wie mit den nicht benötigten Daten umzugehen ist. Da es nicht Ziel sein
kann, die Quellsysteme weiter zu betreiben, die dortigen Daten aber möglicherweise spä-
ter doch noch gebraucht werden, könnten z. B. Legacy-Tabellen in einem separaten Sche-
ma im Zielsystem angelegt werden, in die die Altdaten überführt werden. Außerdem sollte
darüber nachgedacht werden, ob die in die Tabelle ANMIETUNG übernommenen Daten
von AutoMysel und GresNutzfahrzeuge besonders gekennzeichnet werden, da die Berech-
nungsgrundlage für den Basispreis im Zielsystem eine andere ist, als für die integrierten
Werte (vgl. dazu die Abschnitte 5.1 und 8.3.2).
Von besonderer Bedeutung ist die Sicherung der Datenqualität der integrierten Daten.
Zum einen können natürlich bereits in den Quellen Qualitätsmängel auftreten, zum an-
deren können durch die Zusammenführung der Datenbestände neue Probleme auftreten.
Auf die Diskrepanzen zwischen den Preismodellen und die gewählte Strategie zu deren
Überwindung wurde weiter oben bereits hingewiesen. Besonders häuig entstehen durch
die Fusion von Datenbeständen aber Dubletten, d. h. mehrere Instanzen ein und desselben
Realweltobjektes, die sich mehr oder weniger unterscheiden. In einer Nachbearbeitung
müssten diese identiiziert und beseitigt werden. Ebenso unbefriedigend ist die Situation
im Hinblick auf fehlende Werte in den Quellsystemen, die entweder mit einem Standard-
wert oder mit einem Nullwert in die Zieltabellen überführt wurden. Auch hier müssten
entsprechende Nachbearbeitungen erfolgen.
Da dies alles den Rahmen dieses Buches sprengen würde, sei auch auch an dieser Stelle auf
weiterführende Übungen verwiesen.
Im nächsten Kapitel soll ergänzend zum behandelten Beispiel gezeigt werden, wie bereits
fertige Projekte und Jobs für die weitere Verwendung aus TOSDI exportiert werden kön-
nen und wie man zu integrierende Daten mit Informationen aus externen Quellen wie z. B.
sozialen Netzwerken anreichern kann.
Kontrollfragen/Aufgaben:
1. Wie können alle einzeln erstellten Integrationsschritte in einem Job verbunden
werden?
2. Wie können Fehler in der Integration erkannt und auf diese reagiert werden?
3. Wie können Meldungen während der Integration ausgegeben werden?
4. Wie können Abfragen an eine Datenbank übermittelt werden?
5. Wie kann das Job-Design vereinfacht werden?
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